Krokus
Crocus
(Iridaceae)
GR-Fr, 💧1-2, ☀️ so-abs, 10 cm, II-III
Lehmig-sandig, durchlässig, pH+/-7, NPK+, Z5, 🐌!
Die frühesten Krokus blühen bereits im Februar in zarten Frühlingsfarben, helles Lila-rosa, Weiß übergehend in Violett oder Hellblau. Es sind Elfenkrokusse oder Dalmatiner Krokusse, die sich gerne im Gras oder am Gehölzrand vermehren und mit den Jahren viele Beete erobern. Etwas später folgen die Gelben, Orangen und Dunkelblauen Sorten, die wirken, als hätte jemand bunte Schmucksteinchen in den Garten gestreut.
Crocus (verschiedene Sorten) © garten-puk.de
Das genetische 'Epizentrum' der Krokusse liegt in der Türkei, von dort aus haben sie sich ausschließlich in der Alten Welt verbreitet, sowohl die im Frühjahr blühenden Arten als auch die genauso zahlreichen aber bei uns weniger anzutreffenden Herbstblühenden.
Pflanzen
Krokusse gedeihen fast überall bis in hohe Lagen. Wichtig ist nur die Durchlässigkeit der Erde und dass sie nicht zu sauer ist, etwas Kalk wird von den meisten Arten bevorzugt, weshalb sie sich gerne in einem mehr oder weniger gepflegtem Rasen breit machen. Die Pflanztiefe sollte 7-10 cm betragen. Mit den Jahren suchen sich die kleinen Zwiebelchen selbst die optimale Tiefe, das hängt offenbar von der Bodenverdichtung ab. Sie besitzen sogenannte ‚Zugwurzeln‘, die sie, ähnlich wie Tulpen, in tiefere Schichten bringen.
Die schönsten
Pflanzplätze sind dort, wo im Frühling der Schnee als erstes wegschmilzt, meist in der Nähe der Terrasse unter Sträuchern, dort können sie dann auch in Ruhe einziehen.
Pflegen
Zugegeben, ich dünge die meisten Krokusse nicht, obwohl dies von Zwiebeldünger-Herstellern empfohlen wird. Sie haben sich trotzdem wunderbar selbst im Garten ausgebreitet. Wo es ihnen behagt, bilden sie lockere Teppiche, dicht gedrängte kleinere oder größere Horste. Ansonsten profitieren sie in den Staudenbeeten ohnehin vom Kompost, den ich im Februar oder März verteile.
Vermehren
Zusätzliches Vermehren ist eigentlich völlig unnötig, es sei denn, man hat Spaß daran. Die dicken Samenkapseln lassen sich leicht ernten und gleich an geeigneter Stelle aussähen. Es dauert ein Weilchen, aber plötzlich sieht man Farbnuancen, die man den ursprünglichen Sorten nicht mehr zuordnen kann, hübsch! Das ist wie Ostereiersuchen.
Regelmäßig finden sich beim Neu- oder Umpflanzen von Stauden die kleinen Zwiebelchen. Ich hebe sie auf oder pflanze sie gleich an anderer Stelle. Du kannst Krokusse selbst wenn sie bereits blühen leicht dahin versetzen, wo Du sie haben möchtest, vorsichtig Aus- und Eingraben ohne dass zuviele Wurzeln Schaden nehmen genügt.
Lieblings-Sorten
Crocus tommasinianus (Elfen-Krokus, Dalmatiner Krokus), helllila, -rosa, -violett, 10 cm, II-III
Crocus vernus (Frühlingskrokus), violett, große Blüten, kreuzt sich gerne mit Crocus tommasinianus und blüht 2-3 Wochen später und oft sehr lange. Interessant: die Art entwickelt aus der kugelrunden weißen Zwiebel jedes Jahr eine 'Aufsitzerzwiebel', die nach drei Jahren selbst blüht. Die Mutterzwiebel stirbt dann ab.
Crocus sieberi ‚Tricolor‘ (Dreifarbiger Krokus), gelb-weiß-lila, 10 cm II-III
Eine ebenfalls sehr langlebige, sehr hübsche Art, die sich aber nicht kreuzt.
Nicht so langlebig aber trotzdem sehr hübsch sind:
Crocus chrysanthus ‚Cream beauty’, helles Gelb, 10 cm II-III
Crocus chrysanthus ‚Blue Pearl‘, helles Blau-Violett, Weiß, gelber Schlund, 10 cm II-III
Crokus oliviery
‚Orange Monarch‘, klein, dunkles Orange mit dunklen Streifen, 10 cm II-III
Traum-Partner
Märzenbechern, Scheinschaumkraut, Schneerosen, viel blüht im Februar ohnehin noch nicht. Die etwas später, Anfang März blühenden Sorten blühen manchmal zusammen mit kleinen Narzissen, aber das hängt sehr vom Wetter ab. Die Farben beleben regelrecht die Sinne und machen frisch und munter.
Pflegeplan
| Vorfrühling II-III | Frühling IV-V | Sommer VI-VII | Spätsommer VIII-IX | Herbst/Winter XI-I |
|---|---|---|---|---|
| Ggf. etwas Kompost | Laub komplett einziehen lassen | - | - | - |