Zinnia elegans

(Asteraceae)

Fr-St, 1-2, so, 40-80 cm, VI-X

Lehmig-sandig, steinig, humusarm, pH +/-7, NPK++, Z11, Schnecken!

Ungemein leuchtende Farben und ein gerader, aufrechter Wuchs, dazu eine sehr lange Blütezeit bis zum ersten Frost verhalfen Zinnien zu ihrer Beliebtheit für Landhausgärten und barocken Blumenrabatten. Die necktarreichen Blüten sind für Taubenschwänzchen, Schmetterlinge und dicke Erdhummeln regelrechte Honigtöpfe.

Zinnia elegans, Pfauenauge und Perlmutt-Falter © vogg-pe.de

Der Göttinger Botaniker Johann Gottfried Zinn war Mitte des 18. Jahrhunderts der erste, der die südamerikanischen Schönheiten wissenschaftlich beschrieb. Carl von Linné, der weltbekannte schwedische Naturforscher und Begründer der gesamten biologischen Systematik, erfasste die Mexikanerin ein paar Jahre später in einer eigenen Gattung, die er dem Entdecker zu Ehren "Zinnien" taufte.

Pflanzen

Zinnien mögen es heiß und trocken. Jungpflanzen, ob auf einem Bauernmarkt gekauft oder selbst gezogen, dürfen nicht zu früh oder ohne langsame Gewöhnung nach draußen, denn sie sind wirklich sehr kälteempfindlich. 


Der Boden sollte sehr durchlässig, nährstoffreich und zum Anwachsen nicht zu trocken sein, später vertragen sie Trockenheit sehr gut. Schneidet man regelmäßig einige Blüten ab, so hat man nicht nur stetigen Nachschub für die Vase sondern regt damit gleichzeitig die Bildung weiterer Blüten an.


Meist werden Zinnien im Team mit anderen Sommerblumen gepflanzt. Siedelt man ein ganzes Völkchen  verschiedener Zinnien an und möchte das selbe Schauspiel am selben Standort im nächsten Jahr wiederholen, kann man Pech haben. Die Pflanzen sind 'nicht selbstverträglich', d.h. sie verschmähen den selben Boden und wachsen nicht mehr so prächtig.

Pflegen

Zinnien schätzen einen durchaus nährstoffreichen, aber keinesfalls zu humosen Boden, sonst werden sie schnell von Mehltau und anderen Pilzkrankheiten heimgesucht. Dem kann abgeholfen werden indem Sand in die oberste Erdschicht gemischt wird (das mögen auch die Schnecken nicht so gerne) und indem nur von unten gegossen wird, also die Stängel so wenig Nässe wie möglich abbekommen. Wochenlanger Sommerregen ist also keine gute Sache für Zinnien.


Vermehren



Zinnien, aus Samen selbst ziehen

Lieblings-Sorten

Zinnien werden leider meist in Farbmischungen angeboten, aber die gibt es in allen Größen, Formen und Farben außer Blau. Reine Farben haben die sog. F1-Hybriden, speziell gezüchtete Sorten in einer speziellen Farbe oder Form. Samen können zwar aus diesen Sorten gewonnen werden, aber, nun ja, es ‚mendelt‘ dann eben, heißt: dieselbe Farbe wieder zu erhalten ist eher unwarscheinlich. 


Mir persönlich gefallen die ungefüllten Sorten am besten (Zinnia ‚Forecast‘ Mischung)

Hellgrün oder Rosa passen wunderbar zu zarten Gräsern (Zinnia elegans ‚Queen Red Lime‘)

Die schönsten Sorten findet man im englischen Samenversand.

Traum-Partner

Den etwas steifen Habitus verlieren Zinnien sobald man sie mit filigranem Gras, Gaura, Cosmos und anderen Sommerblumen kombiniert. Gerade die grün-gelb-weißen Blüten kommen so wunderbar zur Geltung.

Pflegeplan

Vorfrühling II-III Frühling IV-V Sommer VI-VII Spätsommer VIII-IX Herbst/Winter XI-I
- Frostfrei Auspflanzen, min. düngen Regelmäßig ausschneiden (Stielachsel) - -